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 Die "Indianer-Vita" 

RAMON KRAMER 
Musiker, Filmemacher, Autor


Seit 15 Jahren fährt der Hamburger Ramon Kramer regelmäßig nach Montana zu den Blackfeet-Indianern. Er ist weder Ethnotourist noch ein verklärter Minderheitenretter - Ihn verbinden tiefe Freundschaften mit Angehörigen der Blackfeet, die ihm das Alltagsleben auf der Reservation und den Umgang mit alten Traditionen nahe gebracht haben. Nachdem er 1993 mehrere Monate zu Pferd durch die Rocky Mountains geritten war, um in Deutschland über die bedrohte Wildnis der Blackfeet zu berichten, wurde Ramon Kramer später in eine Blackfeet-Familie aufgenommen und bekam als Symbol eine rituelle Pfeife überreicht. Er erlernte das indianische Flötenspiel und erhielt in einer Zeremonie den Blackfeet-Namen Ah-Say-Kee (Good Whistler).

Ursprünglich führten ihn Kinderträume vom Wilden Westen ins Indianerland. Jetzt ist es der Respekt vor den Menschen auf der Reservation und der Einblick in die indianische Kultur, die Ramon Kramer faszinieren und nicht mehr loslassen.

Seit einigen Jahren dreht sich zunehmend auch sein künstlerisches Schaffen um das Leben auf der Reservation in Montana. Und so hat der mehrfach prämierte Musiker, der u. a. mit Künstlern wie Rio Reiser gearbeitet hat, die Blackfeet immer mehr zu seinem Thema gemacht.

Schon seine ersten Dia- und Multimedia-Abende über seine Reisen ins Indianerland stießen bei Publikum und Presse auf großes Interesse.1997 ließ er als Singer-Songwriter auf seinem Soloalbum UNTERWEGS erstmals indianische Klänge in seine Produktionen mit einfließen.
Kurz darauf erfüllte er sich den Traum, gemeinsam mit Blackfeet-Indianern in Hamburg und Montana ein deutsch-indianisches Konzept-Album zu produzieren.
Nach einer Produktionszeit von einem Jahr erhielt Ramon Kramer mit dem Album THE RETURN OF THE BUFFALO HORSES in den USA 2001 einen Plattenvertrag bei einem von Indianern geführten Label – "als einziger weißer Europäer", so der Chef der Plattenfirma Sound of America Records, Tom Bee.
Aus Tausenden von Produktionen erreichte THE RETURN OF THE BUFFALO HORSES einen von 20 Plätzen auf der amerikanischen Grammy Entry List in der Sparte 'Best Native American Music Album – Ein Novum, da diese Kategorie eigentlich ausschließlich den indianischen Musikproduzenten vorbehalten ist.

2002 fuhr
Ramon Kramer mit dem DEFA-Indianerdarsteller und langjährigem Winnetou-Star der Bad Segeberger Karl May-Spiele, Gojko Mitic, in das Gebiet der Sioux und der Blackfeet und konfrontierte den Filmhelden zum ersten Mal mit der indianischen Wirklichkeit. Der auf dieser Reise entstandene WDR-Dokumentarfilm DER BERUFSINDIANER - GOJKO MITIC IN DER PRÄRIE wurde mehrfach im Fernsehen gezeigt und von den Medien gefeiert.

In seinem zweiten "Indianerfilm" AM FUSS DER ROCKY MOUNTAINS (2006) taucht Ramon Kramer noch tiefer in die Kultur der Indianer ein, und zeigt Bilder von Ritualen, die bisher noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren. Ramon Kramer lebt als Filmemacher, Musikproduzent und Autor in Hamburg - St. Pauli

(Text: Tom Beege, 2007)


Siehe auch Ramon Kramer auf "myspace:
Film-Musik (inkl. Klangbeispiele)
Werbemusik (hören und sehen)